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Gründung des KZV J.71

Hunteburg & Umgebung

                           Unsere Gründungsmitglieder vom 10.05.1959

von links nach rechts:
Gustav Fenske, Anton Gerd Röwekamp, Walter Landskron, Franz Funk, Rudi Schütz,
Elisabeth Schütz,  Heinz Pöppelmann, Bernhard Knostmann, Alfred Kahlau, Willi Schütz (Bohmter Heide), Walter Geisler, Hermann Streche.

Jungzüchter: Dieter Schütz, Hartmuth Hoffmann

Der erste Vorstand setzte sich wie folgt zusammen:

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  • 1. Vorsitzender:       Gustav Fenske

  • stv. Vorsitzender:    Bernhard Knostmann

  • 1. Kassierer:             Willi Schütz

  • stv. Kassierer:          Heinz Pöppelmann

  • Zuchtbuchführer:   Elisabeth Schütz

  • Tätowiermeister:    Rudi Schütz

  • Zuchtwerbewart:    Rudi Schütz

  • Schriftführer:          Walter Geisler

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Unser 1. Vereinswimpel

gestickt und gestiftet von

Annamaria Fenske​

Wie alles begann...

Bereits in den ersten Jahren nach dem Weltkrieg wurde im Wittlager Land bereits nachweislich vereinsmäßig organisierte

Kaninchenzucht betrieben. Zu diesem Zeitpunkt war der Kaninchenzuchtverein  I.73 Bohmte & Umgebung,

bereits fester Bestandteil des Vereinslebens im Wittlager Land. In den folgenden Jahren wurden  

die Meinungsverschiedenheiten innerhalb des Vereins zunehmend mehr. Einige Mitgliedern wünschten sich zunehmend

einen eigenen Verein. Mit der Zeit hatte sich eine Gruppe gebildet, die dieses Bestreben in die Tat umsetzen wollte.

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So wurde am 22.04.1959 beim zuständigen Kreisverband von Rudi Schütz der Antrag auf die Anerkennung des neuen Vereins gestellt.

Dieses stieß im KZV I.73 nicht auf Wohlwollen und so wurde vom damaligen 1. Vorsitzenden ein Gegenantrag gestellt und der

Ausschluss von Rudi Schütz aus dem Kreisverband gefordert.Nach einer persönlichen Anhörung von Rudi Schütz und weiteren Verhandlungen mit dem Kreisverband, wurde dem Wunsch des eigenen Vereins stattgegeben und dieses

an den Landesverband weitergegeben.

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Am 10.05.1959 wurde eine öffentliche Interessentenversammlung abgehalten. Da sich einige Interessenten vor Ort schnell

„auf einen Nenner“ befanden, konnte noch am gleichen Abend der Verein gegründet werden. In den Chroniken finden sich

die Namen Rudi Schütz, Franz Funk, Heinz Pöppelmann, Berhard Knostmann, Anton Gerdröwekamp und Gustav Fenske als erste Vereinsmitglieder des unter dem damals ausgesuchten Vereinsnamen Kaninchenzuchtverein J.71 Hunteburg und Umgebung.

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Es wurde vereinbart, nun alle 4 Wochen eine Veranstaltung abzuhalten und diese interessant zu gestalten.

Rudi Schütz soll in seiner Funktion auf jeder Versammlung ein Kaninchen einer Rasse vorstellen und dieses

mit den anwesenden Mitgliedern zu besprechen.

In der Zeit zwischen dem Gründungsdatum 10.05.1959 und der ersten Veranstaltung waren alle formellen Anerkennungsunterlagen

eingetroffen und der Aufwand, insbesondere von Rudi Schütz, hatte sich gelohnt. Der Kaninchenzuchtverein J.71 Hunteburg und Umgebung 

war offiziell entstanden.

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Die erste Veranstaltung des neu gegründeten Vereins fand am 07.06.1959 im Vereinslokal „Knostmann“ statt.

Es konnten die ersten Zahlen bekannt gegeben werden. Der Verein zählte zu diesem jungen Zeitpunkt stolze 18 Teilnehmer.

Um die erste Versammlung und damit den neu gegründeten Verein für die Geschichte festzuhalten, wurde extra ein Fotograf

engagiert, der einige Bilder schoss und diese auch an einen Verlag für Kleintierzüchter schickte.

Auf der ersten offiziellen Versammlung wurde der Beitrag für eine Mitgliedschaft festgesetzt. Dieser Betrug 1 DM pro Monat,

sowie 1 DM als Aufnahmegebühr. 

In den kommenden Monaten gab es leider eine Unstimmigkeit innerhalb des Vereins mit Folge des Ausschlusses eines Mitgliedes.

Um in solchen Fällen besser reagieren zu können wurde kurze Zeit später ein Schlichtungs-Ausschuss gebildet.

 

Im Dezember 1959 wurden zum ersten Mal auf der Landesschau in Osnabrück zum ersten Mal Kaninchen unter

der Vereinsnennung KZV J.71 Hunteburg und Umgebung ausgestellt. Insgesamt 35 Tiere von 9 Züchtern standen zur Schau.

 

Für das Jahr 1960 wurde erstmals die eigene Vereinsschau ins Auge gefasst.

Auf der Versammlung am 24.01.1960 wurde die Aus-stellungsleitung gewählt. Die Zuchtfreunde Albert Oevermann und

Bernhard Knostmann sollten dieses übernehmen. Dieses kam nicht zustande da Albert Oevermann ablehnte.

Als neue Leitung werden Rudi Schütz und Alfred Kahlau vorgeschlagen und gewählt. 

 

Im Jahr 1960 konnten die ersten drei Mitglieder der Jugendgruppe begrüßt werden.

 

Am 29. & 30.10.1960 kann mit der ersten Lokalausstellung ein weiterer Meilenstein in der Geschichte des Hunteburger Kaninchenzuchtvereins gelegt werden.

 

Auf der Jahreshauptversammlung im Jahr 1961 werden im Rahmen der Wahlen neue und grundlegende Veränderungen im Vorstand gesetzt. Bei der Wahl zum 1. Vorsitzenden kann sich Rudi Schütz durchsetzen und wird zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt. Sein neuer Stellvertreter wird Albert Oevermann.

 Im Mai 1961 beträgt die Mitgliederzahl 25 aktive Züchter und ein passives Mitglied.

 

Am 18. & 19.11.1961 fand die zweite Vereinsschau an. Hier scheint es für die damaligen Verhältnisse ein gutes Interesse und zahlreiche Besucher gegeben zu haben.

 

Im Jahr 1962 schienen sich erstmals die Wogen zum Bohmter Verein wieder etwas zu glätten. Neben einigen Einladungen zu anderen Vereinsschauen, wie z.B. in Bramsche, Engter oder Vörden erhielt der KZV J.71 auch eine Einladung zur Vereinsschau des KZV I.73 aus Bohmte. Auch die vereinseigene Ausstellung wurde in diesem Jahr gut besucht. Zum ersten Mal gibt es im Jahr 1962 die Möglichkeit, 

an einer vom Kreisverband durchgeführten Jungtierausstellung in Melle teilzunehmen.

Im Jahre 1963 wurde die erste goldene Nadel des KZV J.71 aufgrund von besonderen Verdiensten für den Verein an Rudi Schütz

verliehen.

Besonders erfreulich ist der Vermerk, dass es der noch junge Hunteburger Verein im Jahr 1963 bereits geschafft hat die größte Vereinsausstellung im Kreisverband durchzuführen.

 

Erstmalig in der Geschichte des Kaninchenzuchtverein J.71 Hunteburg wurde eine Fahrt zur Bundesschau nach Oldenburg angeboten. Insgesamt 29 Personen nahmen an der Fahrt teil. Im Jahr 1964 konnten bereits zum dritten Mal Hunteburger Jungtiere auf der Jungtierausstellung in Melle präsentiert werden.

Die Rassenvielfalt im Hunteburger Verein war mittlerweile gewachsen. Nicht nur klassische Wirtschaftsrassen wie z.B

Deutsche Riesen, Riesenschecken und weiße Neuseeländer waren vertreten sondern auch Angora, englische Schecken und Holländer fanden ihren Weg in den Stall. Und die waren gefragt. Ein Holländer wurde versteigert. Dafür bekam der Jungzüchter

Karl-Heinz Zedler vom Kreisverband eine Häsin der Rasse Perlfeh geschenkt.

Wie bereits in den vergangenen Jahren beteiligen sich die Hunteburger Züchter aktiv an der Allgemeinen Niedersächsischen Kaninchenschau (ANK) in Osnabrück. Im Jahr 1964 übernimmt der Hunteburger Verein sogar die Aufgabe der Nachtwache zum

Schutz der zahlreichen Rassenkaninchen gegen unbefugtes Entwenden der wertvollen Tiere.

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In diesem Jahr gibt es Turbolenzen hinsichtlich der Bestellung von Preisrichtern zur vereinseigenen Ausstellung.

Einer der gewünschten Preisrichter lehnt es ab in Hunteburg zu bewerten. Grund hierfür ist, der versuchte Bestechungsversuch des Preisrichters durch einen Hunteburger. Der Verein reagiert konsequent. Dem entsprechenden Züchter wird untersagt,

auf den folgenden 3 Ausstellung als Aussteller teilzunehmen. Von einem Vereinsausschuss wird aufgrund der Verdienste des

Züchters für den KZV J.71 abgesehen.

Trotzdem ist auch die 4. Vereinsschau wieder ein voller Erfolg gewesen und sorgt für einen zunehmenden Bekanntheitsgrad

des Rassekaninchenverein J.71 Hunteburg und Umgebung. 

 

Am Tag seines sechsjährigen Bestehens hat der Hunteburger Verein bereits 40 Mitglieder.

 

Im Jahr 1965 zeigte sich aber erneut wie konsequent der Hunteburger Verein agiert. Aufgrund eines Fehlverhaltens auf einer

Versammlung wird erneut ein Züchter, als auch seine Frau und Kinder aus dem Verein ausgeschlossen.

Nachdem sich der Betroffene einige Zeit später schriftlich ausdrücklich für sein Fehlverhalten entschuldigte wurde er auf

Beschluss der Versammlung am 05.03.1967 wieder in den Verein aufgenommen.

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Am 27. & 28.11. 1965 fand die 5. Vereinsausstellung statt. Wie in den vergangenen Jahren zeigten sich am Ende alle Beteiligten

zufrieden mit den Ergebnissen und dem Ablauf.

 Das Jahr 1966 verlief reibungslos und ohne größere Vorfälle. Die wieder aufgenommen Schulungen am Kaninchen zeigten zunehmend bessere Wirkung und stießen auf reges Interesse. Die Zahl der ausgestellten Kaninchen stieg im Vergleich zu den Vorjahren auf der Vereinsschau erfreulicherweise weiterhin an. Auch im Jahr 1966 übernahm der KZV I.71 erneut die Nachtwache auf der Allgemeinen Niedersächsischen Kaninchenausstellung in Osnabrück. Dieses zeigte deutlich das mittlerweile als hoch anzusehende Vertrauen in die Hunteburger Züchter.

 

Auch im Jahre 1967 blieb man sich seiner Linie treu. Wer vereinsschädigendes Verhalten zeigt ist bei uns verkehrt.

Aufgrund des Beschlusses der Versammlung werden sowohl ein Züchter als auch seine Frau aus dem Verein ausgeschlossen.

In diesem Jahr verließen uns auch 3 Mitglieder freiwillig da sie an der Entstehung des Kaninchenzuchtverein in Haldem beteiligt waren. Dieses bedeutet, dass es ohne den Kaninchenzuchtverein Hunteburg maßgeblich an der Entstehung des Haldemer Vereins beteiligt war.

 

Nachdem sich auf den Ausstellungen in den vergangenen Jahren bereits die Qualität der Hunteburger Züchter gezeigt hatte kam die Kreistierschau in Venne gerade recht. Hier konnten die ausgestellten Rassekaninchen erneut überzeugen.

Erstmals fand im Jahr 1967 die Vereinsausstellung früh im November, genauer gesagt am10.& 11.11., statt. 

Der Aufschwung der letzten Jahre stagnierte was aber wohl weniger am Termin gelegen hat. Wo der Hunteburger Verein

aber erneut starkes Engagement zeigte war bei der Beteiligung an der ANK. Erneut konnten nicht nur zahlreiche Tiere ausgestellt

werden, sondern auch die Nachtwache übernommen werden.

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Das Jahr 1968 stand ganz im Zeichen der Bundesschau in Essen. Nachdem der Kreisverband den Verein finanziell bezuschusst

hat, konnte eine Fahrt organisiert werden. Somit konnten die Hunteburger Züchter erneut anwesend sein.

 

Im November 1968 fand die achte Vereinsschau des Hunteburger Vereins statt. Die Ergebnisse und der Gesamteindruck waren

durchweg positiv was auch bei 241 ausgestellten Tieren verständlich ist. Auf der Allgemeinen Niedersächsischen

Kaninchenausstellung übernahm der KZV J.71 mittlerweile schon traditionell die Nachtwache.

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Im Januar 1971 wurde eine Gedenktafel für unsere Verstorbenen Mitglieder angeschafft. Diese wurde auf Veranstaltungen

der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

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Im Sommer 1971 wurde die Vergabe der Vereinsmeisterschaften neu beschlossen. Ab nun konnten 5 Tiere der Senioren

und erstmalig auch 4 Tiere der Jugend ausgezeichnet werden. Dieser Beschluss hat bis heute Bestand.

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Am 6.&7. August 1983 wurde die erste Jungtierschau mit Bewertung durchgeführt. Diese fand, nach Rücksprache und Genehmigung

des LV Weser Ems, unter dem Dach des LV Hannover in Diepholz statt. Es wurden 128 Jungtiere präsentiert.

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Am 19.Mai 1984 wurde im Vereinslokal Gasthaus Knostmann mit befreundeten Vereinen, das 25. jährige Vereinsbestehen des

KZV J.71 Hunteburg und Umgebung gefeiert.

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Am 15.&16. August 1987 fand erstmalig eine Freilandschau statt. Es wurden 80 Tiere ausgestellt. Das Gelände stellte der 

1. Vorsitzende Rudi Schütz zur Verfügung. 

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2019 wurde Aufgrund mehrfacher RHD-Fälle rund um das Veranstaltungsgelände, die geplante 60. Jubiläumsschau

aus Vorsichtsmaßnahmen abgesagt

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2020 Aufgrund steigender Coronazahlen und Verschärfung der Vorschriften musste unsere 60. Jubiläumsschau erneut

abgesagt werden.

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13.&14.11. 2021 fand unsere 60. Jubiläumsschau statt. Diese wurde wegen der Coronamaßnahmen erstmalig im

ehemaligen Markantmark, Streihorstweg 2a in Hunteburg durchgeführt. Insgesamt wurden 160 Tiere ausgestellt.

Die Ausstellung war ein voller Erfolg.

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